Der Börsen-TagNikkei schreibt Geschichte
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen kein einheitliches Bild. Während der Nikkei nach der Zinsentscheidung der Notenbank erstmals über die Marke von 70.000 Punkten springt, belasten schwache Daten in China. In Südkorea treibt die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkt aber tendenziell noch ein wenig nach. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", heißt es bei den OCBC-Analysten.
Der Nikkei kommt nach seinem Rekordsprung über die Marke von 70.000 Punkten leicht zurück und steigt nun um 0,5 Prozent auf 69.655 Zähler. Die Bank of Japan hat die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die Zentralbank hob ihren Leitzins von 0,75 Prozent auf 1 Prozent an, womit die Kreditkosten den höchsten Stand seit 1995 erreichen. Die Entscheidung war von Anlegern und Ökonomen weithin erwartet worden.
In China hinken die Börsen hinterher: Der Shanghai Composite steigt um magere 0,1 Prozent, der HSI in Hongkong verliert indes 1,3 Prozent. Der südkoreanische Kospi steht erneut an der Spitze der regionalen Indizes, er steigt um 2 Prozent - getragen von andauernden Aufschlägen bei Technologie- und Halbleiterwerten. Der Sektor folgt den kräftigen Kursgewinnen seiner US-Pendants vom Vortag. Samsung Electronics und SK Hynix ziehen um 1,6 bzw. 3,6 Prozent an.