Der Börsen-TagNorthvolt-Krise könnte Steuerzahler weitere Millionen kosten
Die Krise des Batterieherstellers Northvolt könnte den deutschen Steuerzahler einem Bericht zufolge teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Womöglich könnten weitere 300 Millionen Euro verloren gehen, berichtete das "Handelsblatt". Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, man schaue sich die Entwicklungen bei Northvolt genau an.
Wegen anhaltender Finanzierungsprobleme hatte Northvolt Mitte März einen Insolvenzantrag für den Betrieb in Schweden gestellt. Unklar blieb lange, wie es mit der geplanten Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein weitergehen soll. Für die Ansiedlung gab es eine staatliche Förderung, bei der ein Millionenverlust für den Steuerzahler droht. Northvolt hatte von der staatlichen Förderbank KfW über eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Laut Bericht hatte die damalige schwarz-rote Bundesregierung 2020 zudem eine Garantie von 80 Prozent für Bankkredite an Northvolt in Höhe von 525 Millionen US-Dollar übernommen. Als Northvolt das Restrukturierungsverfahren starten musste, soll ein Großteil der Rückzahlung noch ausgestanden haben.