Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÖkonomen erwarten bis zu sieben Prozent Inflation

09.03.2022, 12:48 Uhr

Mehr Inflation, weniger Wachstum: Die Ökonomen der Deutschen Bank haben ihre Konjunkturprognosen für Deutschland wegen der russischen Invasion in der Ukraine geändert. "Angesichts des massiven Energiepreisanstiegs infolge des Ukraine-Krieges haben wir unsere Inflationsprognose abermals deutlich auf 5,5 Prozent hochgesetzt", heißt es in der Vorhersage. Bislang waren die Ökonomen lediglich von 4,2 Prozent ausgegangen, nachdem die Preise bereits 2021 um 3,1 Prozent gestiegen waren. Im schlimmsten Fall könnten diese sogar um etwa 6,5 bis 7,0 Prozent steigen, "weil die Öl- und Gaslieferungen zumindest vorübergehend unterbrochen werden". 2023 soll die Teuerungsrate dann auf etwa 3,5 Prozent zurückgehen.

Der Ukraine-Krieg hat auch Folgen für das Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr nur zwischen 2,5 und 3,0 Prozent zulegen, so die Experten um Deutschland-Chefvolkswirt Stefan Schneider. Bislang waren sie von plus 4,0 Prozent ausgegangen. Realeinkommen, Exporte und Investitionen dürften sich schwächer entwickeln als bislang angenommen, was teilweise durch höhere Staatsausgaben kompensiert werde. Laufe es ganz schlecht, könnte sogar nur ein Wachstum von 1,0 bis 1,5 Prozent herausspringen.

Quelle: ntv.de