Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÖlpreisanstieg drückt Japans Handelsbilanz tief ins Minus

16.03.2022, 07:21 Uhr

Japan hat auch im Februar eine rote Handelsbilanz ausgewiesen.

Das Defizit der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt belief sich auf 668,3 Milliarden Yen (5,2 Milliarden Euro), wie das Finanzministerium auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab.

Damit verzeichnete das rohstoffarme Inselreich angesichts der weiter steigenden Kosten für Energieimporte im nunmehr siebten Monat in Folge ein Handelsbilanzdefizit. Der Wert der Einfuhren stieg um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 7,9 Billionen Yen. Die Rohölimporte zogen dabei vor dem Hintergrund des Invasionskrieges Russland in die Ukraine und dem schwachen Yen um 93,2 Prozent auf 808,6 Mrd Yen an.

Während einige westliche Staaten in Reaktion auf den Krieg die Energieimporte aus Russland reduzieren, nimmt Japan wegen seiner Importabhängigkeit diesbezüglich eine vorsichtige Haltung ein. Japans Selbstversorgungsrate bei Energie lag im vergangenen Fiskaljahr, das bis März 2021 lief, nach amtlichen Angaben bei nur 11,2 Prozent. Russland trug im vergangenen Jahr zu 3,6 Prozent zu Japans Ölimporten bei und zu 8,8 Prozent zu den Gasimporten.

Unterdessen erhöhten sich Japans Exporte insgesamt um 19,1 Prozent auf 7,2 Billionen Yen und damit im zwölften Monat in Folge,

Quelle: ntv.de