Der Börsen-Tag

Der BörsentagPlus ein Viertel! Erzeugerpreise steigen wie seit 1949 nicht

20.01.2022, 08:52 Uhr
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(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Dezember wegen teurer Energie und Vorprodukte so stark angehoben wie noch nie. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung 1949", teilte das Statistische Bundesamt mit.

Im November lag der Wert noch bei 19,2 Prozent. Von November auf Dezember zogen die Preise mit 5,0 Prozent so stark an wie noch nie binnen eines Monats. 2021 insgesamt legten die Erzeugerpreise um durchschnittlich 10,5 Prozent zu. Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der Inflation.

Hauptverantwortlich für die hohen Erzeugerpreise war den Statistikern zufolge abermals die Energie. Sie verteuerte sich im Dezember um durchschnittlich 69,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Erdgas verteuerte sich mit 121,9 Prozent besonders stark, elektrischer Strom um 74,3 Prozent. Klammert man Energie aus, lagen die Erzeugerpreise insgesamt nur um 10,4 Prozent über dem Vorjahreswert.