Der Börsen-TagRTL Group 2019 mit Rekordumsatz

Die Digitalerlöse und ein starkes Produktionsgeschäft haben der RTL Group, zu der auch ntv gehört, im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz beschert. Der operative Gewinn stagnierte wegen Investitionen in Programminhalte und ins Streaming-Angebot. Die Aktionäre, allen voran der Medienkonzern Bertelsmann mit seiner Beteiligung von 76,3 Prozent, sollen für das Geschäftsjahr eine gleichbleibende Dividende von 4 Euro bekommen.
Im laufenden Jahr rechnet RTL - ohne Berücksichtigung der Corona-Folgen - wegen Anlaufverlusten für neue Streaming-Dienste mit einem rückläufigen operativen Gewinn bei steigenden Erlösen.
Es sei noch zu früh, die Auswirkungen der Corona-Krise für RTL zu quantifizieren, hieß es. Allerdings registriere man die ersten Stornierungen für Werbebuchungen und Auswirkungen auf Produktionen.
Im vergangenen Jahr legte der Umsatz um nominal 2,2 Prozent beziehungsweise organisch um 3,2 Prozent auf das Rekordniveau von 6,65 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen (Ebita) sank um 1,3 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro und damit nicht so stark wie befürchtet. RTL selbst hatte einen Ebita-Rückgang von 2,5 bis 5 Prozent und einen organischen Umsatzanstieg von 2,5 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. Unter dem Strich verdiente RTL mit 754 Millionen Euro knapp 13 Prozent mehr als im Vorjahr, was neben dem fast stabilen operativen Ergebnis einem Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Universum Film und niedrigeren Abschreibungen zu verdanken war. Das Ergebnis je Aktie lag bei 4,91 Euro und damit deutlich über den Erwartungen der Analysten.