Der Börsen-TagRally oder Crash? Optionen senden Warnsignale
Während die Chancen nach oben bei Aktien als immer geringer gesehen werden, nimmt der Markt die Risiken nach unten nun stärker in den Blick. "Viele sind im Urlaub und die verbliebenen Risikomanager geben den Ton an", sagt ein Händler. Entsprechend habe sich die Meinung durchgesetzt, dass geopolitische Risiken unterschätzt worden sind. Dies habe auch die Fondsmanager-Umfrage der Bank of America (BoA) am Dienstag gezeigt. Dies werde den Absicherungsbedarf nach oben treiben.
Entsprechend zeigt die implizite Volatilität im DAX sogar Warnsignale, stellt Thomas Altmann von QC Partners fest. Vor allem der Skew nehme "rapide" zu: "Das bedeutet, für Optionen mit niedrigen Basispreisen muss ein immer höherer Volatilitätsaufschlag bezahlt werden. Und gerade diese Optionen werden gerne zur Absicherung verwendet", kommentiert Altmann.
Beim Dax sei für eine Optionen mit sechs Monaten Laufzeit und einem Basispreis 20 Prozent unterhalb des aktuellen Kursniveaus ein Volatilitätsaufschlag von fast 11 Prozent fällig. "Das ist der höchste Wert seit 11 Jahren", betont der Stratege und warnt: "Die Tatsache, dass Profi-Anleger diesen hohen Preis bezahlen, zeigt, mit wie unruhigen Märkten sie rechnen. Wenn die Warnsignale der Volatilität Recht behalten, dann heißt es 'anschnallen'".