Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagReeder: Folgen von Suezkanal-Blockade könnten Monate anhalten

29.03.2021, 14:31 Uhr

Die Folgen der Suezkanal-Blockade könnten die internationale Schifffahrtsindustrie nach Einschätzung der weltgrößten Container-Reederei Maersk noch Monate beschäftigen. Selbst wenn der Kanal wieder eröffnet werde, gebe es noch deutliche Nachwirkungen für die weltweiten Kapazitäten, erklärt der dänische Hapag-Lloyd-Rivale. Bis alle derzeit wartenden Schiffe den Suezkanal passiert hätten, könnte es mindestens sechs Tage dauern. Maersk teilt weiter mit, von dem Unternehmen selbst steckten drei Schiffe aktuell im Kanal fest. Weitere 29 warteten auf Einfahrt. Bisher seien 15 auf die Strecke rund um Südafrika umgeleitet worden.

Auch Hapag-Lloyd bekommt den Stau an der wichtigen Wasserstraße zu spüren: Die Hamburger Reederei listet auf ihrer Internetseite mit Stand Samstag neun betroffene Schiffe auf. Sechs weitere wurden demnach über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. Hapag-Lloyd beobachte die Entwicklung genau, erklärt die weltweite Nummer fünf der Branche. Der Konzern bemühe sich, die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten.

Der 193 Kilometer lange Suezkanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer ist Teil der kürzesten Seeverbindung zwischen Europa und Asien und wichtig für die Lieferung von Importwaren nach Europa. Über die Wasserstraße werden Möbel, Elektrogeräte und Kleidung verschifft. Umgekehrt sind durch den Stau auch leere Container auf dem Weg nach Asien auf der Strecke geblieben. Das Riesen-Containerschiff "Ever Given" hatte sich am Dienstag vergangener Woche bei starkem Wind in dem Kanal verkeilt. Am Montag konnte es zwar wieder in Bewegung gebracht, aber noch nicht vollständig flottgemacht werden.

k

Quelle: ntv.de