Der Börsen-TagRenditen steigen: Verschnaufpause an der Wall Street?
Nach der Rekordjagd zur Wochenmitte dürfte es am Donnerstag an der Wall Street erst einmal zu einer leichten Verschnaufpause kommen. Die Ankündigung der US-Notenbank, weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, hatte den Dow-Jones-Index am Vortag erstmals über die Marke von 33.000 Punkten getrieben. Daneben belastet der erneute Anstieg der US-Renditen. So klettert die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen aktuell auf 1,72 Prozent und damit auf ein neues Jahreshoch. Am Vortag hatte sie noch bei 1,64 Prozent gelegen.
"US-Notenbankpräsident Powell und die Fed haben einen ziemlich guten Job gemacht, einen unsicheren Markt zu navigieren und gerade genug geliefert, um sicherzustellen, dass die Aktienvolatilität nicht ansteigt, aber das heißt, es hat keine Obergrenze für die Renditen gegeben", so Edward Park, Chief Investment Officer bei Brooks Macdonald.
Der S&P-500-Future gibt aktuell um 0,3 Prozent nach. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq fällt mit 1,0 Prozent noch deutlicher zurück. Der Sektor reagiert weiter sensibel auf steigende Kapitalkosten, heißt es.
Vor der Startglocke dürften vor allem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus stehen. "Das, was man beobachten muss, sind die Beschäftigungszahlen, und die Zentralbanken beobachten das alle", sagt Michael Matthews, Rentenfondsmanager bei Invesco. "Die Fed und alle Zentralbanken haben beschlossen, dass es besser ist, die Wirtschaft heiß laufen zu lassen, um den Aufschwung zu unterstützen und die Arbeitslosigkeit so niedrig wie möglich zu halten", ergänzt der Teilnehmer.
Eine halbe Stunde nach der Eröffnung folgt noch der Index der Frühindikatoren für Februar. Hier wird mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat gerechnet.