Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Risiken in Russland verhageln deutscher Bank das Ergebnis

Die Aareal Bank schreibt wegen des Kriegs in der Ukraine die Kredite für zwei Bürogebäude in Moskau teilweise ab und dämpft deswegen auch die Erwartungen für das laufende Jahr. Der vor dem Verkauf an drei Finanzinvestoren stehende Immobilienfinanzierer ist in Russland noch mit 200 Millionen Euro engagiert und bildet darauf nun 60 Millionen Euro Risikovorsorge, wie er am Mittwoch mitteilte. Das Betriebsergebnis werde deshalb im Gesamtjahr am unteren Ende der bisher in Aussicht gestellten Spanne von 210 bis 250 Millionen Euro liegen, erklärte die Aareal Bank. Wenn die Übernahme durch die Beteiligungsfirmen Advent, Centerbridge und CPPIB im zweiten Anlauf klappe, schlügen zusätzlich die Transaktionskosten zu Buche.

Die Finanzinvestoren haben sich schon 37 Prozent der Aareal-Bank-Aktien gesichert, die Übernahme kommt aber nur zustande, wenn sie bis zum 24. Mai auf 60 Prozent kommen.

Aareal Bank
Aareal Bank 28,70

Im ersten Quartal ging das Betriebsergebnis der Bank wegen der Russland-Abschreibung auf 30 (Vorjahr 32) Millionen Euro zurück. "Trotz der zusätzlichen Risikovorsorge für Russland weisen wir dank einer sehr starken Ertragsentwicklung ein deutlich positives Quartalsergebnis aus", sagte Vorstandschef Jochen Klösges. Das Neugeschäft habe mit 3,3 Milliarden Euro den höchsten Stand seit 2018 erreicht, ein Drittel davon entfalle auf Logistik-Immobilien. Die Bruttomargen im Neugeschäft lägen mit 220 Basispunkten sogar über der Zielmarke. Aareal-Aktien notieren kaum verändert.

Quelle: ntv.de

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