Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagRisikoneigung an Asien-Börsen steigt wieder

06.03.2025, 08:22 Uhr

Eine global erkennbare Reduzierung der Risikoscheu treibt asiatische Aktien an und lässt die Rentennotierungen sinken - die Renditen steigen damit. Auch die Lage beim als vermeintlich sicher geltenden Yen beruhigt sich wieder nach dem jüngsten Höhenflug. Die Hoffnung auf das Verhindern eines weitreichenden Handelskrieges lässt Anleger wieder mutiger und damit risikoaffiner agieren. US-Präsident Donald Trump hat den drei US-Autoherstellern Ford, General Motors und Stellantis eine einmonatige Ausnahme von den Zöllen gewährt, die er gegen Mexiko und Kanada verhängt hat. Trump zeigte sich zudem offen, über weitere Ausnahmen zu verhandeln. Zudem scheinen sich Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem öffentlich ausgetragenen Disput wieder anzunähern.

Der japanische Nikkei klettert um 0,9 Prozent auf 37.756 Punkte. Am lokalen Rentenmarkt in Japan kommen die Notierungen deutlich zurück und hieven die Renditen auf Mehrjahreshochs. Auch der Yen bewegt sich deutlich unterhalb der jüngsten Hochs - die japanische Währung gibt gegenüber den meisten G10- und asiatischen Währungen nach. Nach Einschätzung von Nomura ist dies ein Zeichen einer verbesserten Risikoneigung - insbesondere bezüglich der US-Wirtschaftspolitik. Titel aus den Bereichen Schwerindustrie- und Automobilbau führen die Gewinner an.

In China steigen der HSI in Hongkong um 2,8 und der Shanghai Composite auf dem Festland um 1 Prozent - der HSI erklimmt die höchsten Stände seit mehreren Jahren. Gefragt sind besonders Technologietitel. Die Stimmung wird auch durch den tagenden Nationalen Volkskongress und dem bereits am Vortag ausgerufenen Wachstumsziel von 5 Prozent hoch gehalten. Die Märkte werden durch die Zusagen der Regierung gestützt, den Binnenkonsum, Innovationen und die Technologiebranche zu fördern. Der Volkskongress hat die Erwartungen für Chinas Immobiliensektor laut Citi übertroffen. Zum ersten Mal erwähnten die Behörden offiziell die Notwendigkeit, "die Risiken von Zahlungsausfällen bei Immobilienunternehmen wirksam zu mindern." Dies deute auf Entschlossenheit zur Stabilisierung des Sektors hin.

Quelle: ntv.de