Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagRubel stürzt nach "Blutgrätsche" auf neues Tief

10.09.2018, 11:36 Uhr

Nicht nur türkische Lira und argentinischer Peso stehen derzeit unter Druck, auch Russlands Währung ist wieder auf dem absteigenden Ast. Zu Wochenbeginn gibt der Rubel weiter nach - für einen Dollar müssen das erste Mal seit rund zweieinhalb Jahren mehr als 70 Rubel bezahlt werden. Zuletzt steht der Dollar bei 70,115 Rubel, also etwa 0,2 Prozent niedriger als am Vortag.

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Fordert niedrigere Zinsen in Russland: Premierminister Dimitri Medwedew. (Foto: picture alliance / dpa)

Auslöser ist laut Finanzexperten steigende Unsicherheit über die Unabhängigkeit der russischen Zentralbank. Auslöser war eine Äußerung von Russlands Premierminister Dmitri Medwedew, die Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann Ende vergangener Woche als "verbale Blutgrätsche" gegen die Zentralbank bezeichnet hatte. Medwedew hatte die Zentralbank zuvor aufgefordert, die Zinsen zu senken. Das sei so "ziemlich das ungeschickteste, was Medwedew tun konnte", sagte Leuchtmann.