Der Börsen-TagRüstungsboom katapultiert Renk nach oben
Der deutsche Leitindex Dax bleibt unangetastet. Bei der Neuberechnung der großen Dax-Indizes ließ die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx das Aushängeschild unverändert. In den Nebenwerteindex MDax steigen drei Unternehmen auf: Der Panzergetriebehersteller Renk, der Online-Broker FlatexDegiro und der zur Deutschen Bank gehörende Vermögensverwalter DWS. Sie ersetzen den Wafer-Hersteller Siltronic, der unter der Chip-Krise leidet, den Verpackungshersteller Schott Pharma und den Finanzdienstleister Hypoport. Alle drei steigen in die dritte Liga, den Kleinwerteindex SDax ab. Absteiger aus dem SDax gibt es nicht. Die Änderungen werden am 24. März wirksam.
Volksswagen-Großaktionär Porsche SE hatte lange um seinen Platz im Dax bangen müssen. Die Vorzugsaktie der Porsche- und Piech-Familienholding war vom rasanten Wertverlust der VW-Aktie in Mitleidenschaft gezogen worden, die milliardenschweren Abschreibungen zur Folge hatte. Als mögliche Aufsteiger standen der Anlagenbauer GEA und der Immobilien-Marktplatz Scout24 parat. Sie müssen sich nun aber noch gedulden.
Die Aktie des Augsburger Rüstungszulieferers Renk ist der Senkrechtstarter in den Dax-Indizes. Sie war erst vor einem Jahr in den SDax gerutscht, hat aber seit dem Jahresbeginn nochmals fast zwei Drittel zugelegt. FlatexDegiro haben ihren Kurs in den vergangenen zehn Monaten sogar fast verdoppelt.