Der Börsen-TagRüstungskonzern will Produktion in Deutschland ausbauen

Der Rüstungskonzern KNDS setzt beim Ausbau seiner Produktion auf zusätzliche Standorte in Deutschland und eine engere deutsch-französische Zusammenarbeit. Deutschlandchef Florian Hohenwarter nannte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den neuen Capint-Kampfpanzer als Beispiel: "Diese Lösung bringt Technik aus beiden Ländern zusammen: Der untere Teil dieses Kampfpanzerkonzepts basiert auf dem Leopard 2 von KNDS Deutschland, der Turm kommt auf Wunsch des französischen Militärs von KNDS Frankreich."
Den Produktionshochlauf bei KNDS sollen auch zwei neue Standorte in Deutschland sicherstellen. "In Deutschland werden wir nach jetziger Planung noch zwei zusätzliche Produktionsstätten aufbauen. Ein Standort wird sich der ganzen Produktionskette vom Rohbau bis zum fertigen Fahrzeug widmen, in dem Fall mit dem Schwerpunkt Radfahrzeuge, also Boxer", sagt Hohenwarter. Der zweite Standort werde schwerpunktmäßig ein Schweißstandort sein.
Zu Standortdetails machte er keine Angaben: "Ich möchte nicht spekulieren. Nur so viel: Wir sprechen mit Unternehmen und schauen uns mögliche Standorte an. Es sind aber noch keine finalen Entscheidungen getroffen."