Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Russlands Bonität nur zwei Stufen über "Zahlungsausfall"

Wegen des Einmarsches Russlands in die Ukraine ist der russische Rubel auf ein Rekordtief zum US-Dollar gefallen.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp)

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Russlands weiter abgestuft. Die Bonität sinkt um eine Note auf "CC", wie S&P mitteilte. Die Bewertung befindet sich damit zwei Stufen über "Zahlungsausfall" Hintergrund ist die Frage, ob Russland aufgrund von Finanzsanktionen wegen des Einmarschs in die Ukraine fällige Zinszahlungen aus Staatsanleihen leisten kann.

 S&P sieht die Zahlungsfähigkeit Russlands gefährdet. Das Land sei "sehr anfällig für Zahlungsausfälle", urteilten die Bonitätsprüfer. Dem stehen Medienberichte gegenüber, wonach die an den Zinszahlungen beteiligten Banken entsprechende Überweisungen weitergeleitet haben.

Die Angelegenheit ist kompliziert, da die betroffenen russischen Anleihen in US-Dollar aufgelegt wurden und Zinszahlungen daher normalerweise in Dollar fließen müssen. S&P bemerkt dazu, dass ein Zahlungsausfall festgestellt werden könnte, wenn Investoren keinen Zugriff auf ihr Geld haben oder Zahlungen in einer Währung erfolgten, die nicht in den Anleihebedingungen aufgeführt sind und der Investor der alternativen Zahlung nicht zustimme. Die russische Regierung hat signalisiert, Zinszahlungen in Rubel zu tätigen, falls Zahlungen in US-Dollar aufgrund von Finanzsanktionen nicht möglich seien.

Quelle: ntv.de

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