Der Börsen-TagSalvini: Strafmaßnahmen schaden EU mehr als Italien
Der Brexit hat den Haushaltsstreit zwischen Italien und der Europäischen Union als Belastungsfaktor Nummer eins zwar abgelöst, aber der Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom wabert hinter den Kulissen weiter. Italiens Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini warnte die EU jetzt vor negativen Auswirkungen möglicher Strafmaßnahmen gegen das Land.
"Sie wollen uns sanktionieren, aber das wird am Ende der EU mehr schaden als uns", zitierte die Tageszeitung "Il Messaggero" den Chef der rechten Lega. Ein Vertragsverletzungsverfahren würde 60 Millionen Italiener aufbringen.
"Wenn Brüssel uns anhören will, wäre das im Interesse aller. Andernfalls würde es dem eigenen Ruf schaden." Die italienische Regierung hält am Haushaltsentwurft fest, ungeachtet der Tatsache, dass er gegen die vereinbarten EU-Regeln verstößt.