Der Börsen-Tag

Börsen-TagSattes Reallohnplus liegt immer noch unter dem Niveau von 2019

26.02.2025, 11:51 Uhr

Die Inflationsausgleichsprämie, eine geringere Teuerung und kräftige Lohnerhöhungen haben die Kaufkraft der Beschäftigten im vergangenen Jahr so stark steigen lassen wie seit mindestens 2008 nicht mehr. Die Reallöhne wuchsen um durchschnittlich 3,1 Prozent im Vergleich zu 2023, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Das war der stärkste Reallohnanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008", hieß es dazu. Demnach legten die Löhne um rund 5,4 Prozent zu, die Verbraucherpreise dagegen nur um 2,2 Prozent.

"Der kräftige Anstieg ist vor allem eine Reaktion auf die Kaufkraftverluste in den vier Jahren zuvor", sagte Ökonom Dominik Groll vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Besonders 2022, als die Inflationsrate im Gefolge der Energiekrise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine auf fast sieben Prozent hochschnellte, brachen die Reallöhne ein wie noch nie. "Trotzdem lagen die Reallöhne auch im vergangenen Jahr noch immer unter dem Niveau des Jahres 2019", sagte der Entgeltexperte des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), Malte Lübker.

Quelle: ntv.de