Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSchiffsmangel bringt Russlands Ölhandel ins Stocken

25.02.2022, 07:04 Uhr

Russlands Ölhandel mit mehreren ausländischen Abnehmern ist nach dem Angriff auf die Ukraine ins Stocken geraten. Banken und Schiffahrtsunternehmen stellten einigen Käufern nicht mehr die benötigten Bürgschaften und Transportkapazitäten zur Verfügung, sagen mehrere mit dem Vorgängen am Markt vertraute Personen. Hintergrund sei die Sorge vor den nicht absehbaren Entwicklungen. Mindestens drei Großkunden seien davon betroffen. Namen wurden nicht genannt.

Russland stellt etwa zehn Prozent der weltweiten Ölförderung. Öl- und Gasexporte sind wichtige Devisenbringer des Landes. Zu Russlands Hauptkunden im Ölgeschäft zählen Konzerne wie BP, Shell, ENI, TotalEnergies und Exxon Mobil sowie Handelsunternehmen wie Vitol, Glencore, Trafigura, Gunvor und Mercuria. Sorgen vor Ölknappheit auf dem Weltmarkt trieb die Preise bereits auf mehr als 100 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit 2014.