Der Börsen-TagSchwache China-Daten bremsen Asien-Börsen
Schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus China geben die Richtung an den Börsen in Ostasien und Australien vor und machen sehr starke US-Vorgaben vom Freitag weitgehend zunichte. Nach anfänglichen soliden Indexgewinnen geht es in Shanghai und Hongkong sowie in Seoul inzwischen moderat nach unten um bis zu 0,5 Prozent, während Sydney und Tokio zumindest noch knapp im Plus liegen. Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt 0,4 Prozent auf 26.537 Punkte.
Die chinesische Industrieproduktion zeigt für April ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 2,9 Prozent. Ökonomen hatten dagegen ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Zum Vormonat beträgt das Minus 7,1 Prozent. Außerdem sackte der Einzelhandelsumsatz um über 11 Prozent ab. Zugleich sind die Anlageinvestitionen der Städte in den ersten vier Monaten zwar um 6,8 Prozent gestiegen, hier war aber ein etwas größeres Plus erwartet worden. Hauptgrund für die schwachen Daten ist die von Peking verfolgte strikte Null-Covid-Strategie mit der Folge von Lockdowns wichtiger Metropolen wie beispielsweise Schanghai.
Allerdings sollen beginnend am Berichtstag in Shanghai nun vorsichtig wieder Einkaufszentren, Restaurants und Frisöre öffnen, wie die Analysten von KGI Securities bemerken. Zumindest für etwas Unterstützung insbesondere bei Aktien aus dem Immobiliensektor sorgt derweil, dass die chinesische Notenbank am Wochenende Kredite für Erstkäufer von Wohnimmobilien verbilligt hat.