Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSchwache US-Vorgaben machen Dax zu schaffen

18.12.2018, 07:24 Uhr
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(Foto: imago/Sven Simon)

Die europäischen Aktienmärkte werden heute wohl mit Abgaben in den Handel starten. Belastend wirken erneut negative Vorgaben von Wall Street und aus Asien. Der Dax notierte vorbörslich 0,2 Prozent tiefer bei 10.748 Punkten. Bereits am Montag hatte er mit einem Verlust geschlossen.

Der Russell 2000 - ein weltweit beachteter Aktienindex für Nebenwerte - hat vom Hoch inzwischen mehr als 20 Prozent korrigiert und befindet sich damit technisch in einem Bärenmarkt. Im Japan hat die Regierung die Wachstumsprognose gesenkt - sie geht nur noch davon aus, dass die japanische Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,9 Prozent wachsen wird. Zuvor lag die Prognose bei 1,5 Prozent.

Die Senkung der Prognose unterstreicht die bereits bestehenden Wachstumssorgen der Anleger.

Am Vormittag wird der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Analysten rechnen für Dezember mit einem Rückgang des Gesamtindex auf 101,6 von zuvor 102,0. Es wäre der vierte in Folge. Daneben steht der Beginn Central Economic Work Conference, eine Art Wirtschaftskommission der Kommunistischen Partei Chinas, im Blick. Beobachter schließen nicht aus, dass die chinesischen Behörden zur Stärkung der Wirtschaft neue Unterstützungsmaßnahmen bekannt geben könnten.

Ihren Schatten voraus wirft die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch. Eine Zinserhöhung - die vierte im laufenden Jahr - gilt als ausgemacht. Spannender dürfte daher der Zinsausblick 2019 werden. Nach zuletzt taubenhaften Tönen aus Kreisen der Notenbank wird nicht ausgeschlossen, dass die US-Währungshüter ihre Zinserwartungen senken könnten.