Der Börsen-TagSchweizer Agrarchemiekonzern bläst Mega-IPO in Hongkong vorerst ab
Der Agrarchemiekonzern Syngenta verschiebt einem Medienbericht zufolge seinen für 2026 geplanten Börsengang in Hongkong und wartet auf bessere Marktbedingungen. Ein IPO im Jahr 2027 gilt nun als wahrscheinlicher, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Laut dem Bericht hat der Krieg im Nahen Osten die Märkte für Agrarprodukte und Düngemittel durcheinandergebracht. Zudem könnte Syngenta aufgrund seines Engagements im Saatgutsektor mit einem längeren Genehmigungsverfahren für den Börsengang konfrontiert sein.
Syngenta, eine hundertprozentige Tochter des chinesischen Staatskonzerns Sinochem mit Sitz in Basel, ist einer der weltweit größten Agrarchemiekonzerne und Weltmarktführer im Bereich Pflanzenschutz sowie ein bedeutender Saatguthersteller. Bis 2017 war Syngenta an der Schweizer Börse (SIX) gelistet, wurde dann aber nach der Übernahme durch China von der Börse genommen. Anleger können derzeit lediglich öffentlich gehandelte Unternehmensanleihen von Syngenta erwerben.
Früheren Angaben von Insidern zufolge könnte das Emissionsvolumen des Börsengangs bis zu zehn Milliarden Dollar betragen. Die Börsenpläne von Syngenta waren in den vergangenen Jahren von zahlreichen Rückschlägen geprägt. So zog Syngenta im März 2024 seinen Antrag auf eine Börsennotierung in Shanghai zurück – nach einem sich über mehrere Jahre hinziehenden Verfahren.