Der Börsen-TagSchwergewichte und US-Vorgaben treiben Asien-Börsen
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zum Ende der Handelswoche mit Zugewinnen. An den Börsen in Japan und Shanghai findet wegen Feiertagen kein Handel statt.
Stützend wirken gute Vorgaben von der Wall Street. Dort hatten die Börsen verspätet mit deutlichen Aufschlägen positiv auf die jüngsten Aussagen und Zinsperspektiven der US-Notenbank vom Mittwoch reagiert. Die Fed habe zwar in ihrer Erklärung den Mangel an weiteren Fortschritten bei der Inflation in diesem Jahr eingeräumt, Notenbankchef Jerome Powell habe in der Pressekonferenz aber eine taubenhafte Botschaft vermittelt, so die Analysten von Goldman Sachs.
In Hongkong legt die Börse nach den Vortagessaufschlägen erneut deutlich zu. Der Hang-Seng-Index steigt 1,1 Prozent. Stützend wirke, dass Fed-Chef Powell die Tür für Zinssenkungen offen hielt, was die Marktstimmung aufhelle, so die Analysten von UOB Global Economics & Markets. Die Wirtschaft Hongkongs hat indessen zu Beginn des Jahres zwar an Schwung verloren, da die Ausgaben der Konsumenten und des Staates zurückgingen, jedoch wurden die Erwartungen von Ökonomen übertroffen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ökonomen hatten ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert.
In Seoul rückt der Kospi 0,2 Prozent vor. Die Aktie des Internetriesen Naver steigt um 3,1 Prozent, nachdem der Nettogewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um fast das 13-fache gestiegen ist und damit die Markterwartungen übertroffen hat. SK Hynix legen um 0,6 Prozent zu. Der Konzern hatte mitgeteilt, dass seine Speicherchips mit hoher Bandbreite für dieses Jahr ausverkauft und für 2025 aufgrund der regen Nachfrage fast vollständig ausgebucht sind.
In Sydney steigt der S&P/ASX 200 um 0,6 Prozent. Marktteilnehmer verweisen auf die guten Vorgaben von den US-Börsen. Macquarie geben 2,2 Prozent nach. Der Finanzkonzern hat einen Rückgang des Jahresgewinns um 32 Prozent vermeldet und die Dividende um 14 Prozent gekürzt. Grund für den Rückgang seien die anhaltenden Unsicherheiten in der Weltwirtschaft.