Der Börsen-TagSchwierige Gemengelage bestimmt Asien-Börsen
Die Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in eine ereignisreiche Woche. Chaotische Zustände an den Rohstoffmärkten sowie die Nervosität vor den anstehenden Unternehmensbilanzen, Zentralbanksitzungen und Konjunkturdaten drücken die Kurse ins Minus. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 52.964,66 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,3 Prozent niedriger bei 3554,95 Zählern notiert. Auch in China dominieren die Verkäufer: Der Shanghai Composite verliert 1,3 Prozent auf 4063,54 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,1 Prozent auf 4656,16 Punkte.
In Japan stützen zunächst positive Konjunkturdaten und politische Hoffnungen den Markt. Umfragen deuten auf einen klaren Sieg der Liberaldemokratischen Partei von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei den Wahlen in der kommenden Woche hin, was den Weg für weitere Konjunkturprogramme ebnen könnte. Zudem wuchs die Industrieproduktion so stark wie seit etwa dreieinhalb Jahren nicht mehr. "Die Industrie des Landes hat sich zu Beginn des Jahres 2026 wieder auf Wachstumskurs begeben", sagt Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch kann der Nikkei die Gewinne nicht halten.