Der Börsen-Tag"Sell America"-Handel gewinnt an Fahrt
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über Grönland notfalls mit neuen Zöllen zu erzwingen, schürt die Furcht vor einem neuen Handelskrieg. An den asiatischen Börsen drücke dies auf die Stimmung. Anleger flüchten in als sicher geltende Anlagen wie den Schweizer Franken und Gold. Zudem gewinnt der "Sell America"-Handel an Fahrt, bei dem Investoren US-Aktien, den Dollar und US-Staatsanleihen verkaufen. "Auch wenn es zu einer Deeskalation kommt, wird diese Episode viele dazu veranlassen, an der Glaubwürdigkeit eines jeden Abkommens mit Trump zu zweifeln, so dass die Unsicherheit über die Zölle hoch bleiben wird", sagt Henry Cook, Europa-Volkswirt bei MUFG.
Der japanische Nikkei-Index gibt 1,1 Prozent auf 52.992,02 Punkte nach. Hier belasten zusätzlich Sorgen vor den Wahlen im kommenden Monat. Die von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in Aussicht gestellten Steuersenkungen und Mehrausgaben könnten die Staatsfinanzen weiter belasten. Der Shanghai Composite verliert 0,3 Prozent.