Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag "Signifikanter Lohndruck": Deutsche Dienstleister verlieren an Schwung

03.07.2024, 10:47 Uhr
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Fachkräftemangel und selbstbewusste Gewerkschaften erzeugen Lohndruck, der die Inflation treibt. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Die Geschäftsaktivität im deutschen Servicesektor hat sich im Juni abgeschwächt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 53,1 von 54,2 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Volkswirte hatten einen Stand von 53,5 vorhergesagt. Vorläufig war für Juni ein Wert von 53,5 ermittelt worden.

Auch insgesamt hat sich das Wachstum in Deutschlands Wirtschaft im Juni verlangsamt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 50,4 von 52,4 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

"Das zweite Quartal 2024 war für die deutschen Dienstleister ein positives, wenngleich der Aufschwung etwas an Schwung verloren hat" erklärte S&P Global. Die Kosten seien zwar so geringfügig gestiegen wie zuletzt im März 2021. Gleichwohl habe der signifikante Lohndruck aber dafür gesorgt, dass die dazugehörige Teuerungsrate nach wie vor überdurchschnittlich kräftig war. Die Inflationsrate der Angebotspreise sei ebenso hartnäckig hoch geblieben und habe sich sogar minimal beschleunigt.

Quelle: ntv.de