Der Börsen-TagSöder will keine Lufthansa-"Halbverstaatlichung"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich in der Debatte über Hilfen für die Lufthansa kritisch zum derzeit diskutierten Modell einer Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent geäußert. Seine Partei sei "außerordentlich skeptisch, ob dieses Halbverstaatlichungsmodell richtig ist", sagte der CSU-Chef.
"Wir glauben, dass das nicht der richtige Weg ist, die Lufthansa zu einer zweiten Deutschen Bahn zu machen … Hilfe ja, aber keine Verstaatlichung."
Die Lufthansa ist wegen der Folgen der Corona-Pandemie stark unter Druck geraten und verhandelt derzeit mit dem Bund über Staatshilfe in Höhe von neun Milliarden Euro. Im Gegenzug sind eine Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent sowie Aufsichtsratsmandate im Gespräch. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vor einem zu großen staatlichen Einfluss auf den Konzern gewarnt.
Die Lufthansa-Aktie notierte 0,3 Prozent im Plus.