Der Börsen-TagSorge wegen KI-Blase ist nicht das einzige Problem
Europas Börsen dürften angesichts negativer internationaler Vorgaben mit kräftigen Abschlägen in den Handel starten. Im Fokus stehen die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten. Nicht nur Gold und Silber geben nach dem Crash am Freitag weiter nach, auch der Ölpreis kommt deutlich zurück. Hauptauslöser für die Korrektur ist die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell als Präsident der US-Notenbank ab Mai.
Er gilt zwar als Anhänger niedrigerer Leitzinsen und die Märkte haben bereits etwas stärkere Senkungsfantasien eingepreist. "Wegen seiner glaubwürdigen Vita als renommierter Kapitalmarktprofi dürfte er (aber) nicht automatisch Forderungen der Regierung nachgeben. Wer glaubt, dass nun in den USA ein Zinssenkungsmarathon ansteht, täuscht sich", so die DZ Bank. Warsh gilt als der falkenhafteste aller zuvor gehandelten Fed-Kandidaten, seine Nominierung hat die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischt.
Im asiatischen Handel steht derweil der Kursrutsch in Seoul im Blick. Der Kospi verlor zeitweise mehr als fünf Prozent, angeführt von einem Kurseinbruch von Technologieaktien. Dies könnte auch den Sektor im europäischen Handel belasten und neue Sorgen um eine KI-Blase auslösen.