Der Börsen-TagSpeicherchip-Riesen sind gefragt
Die meisten asiatischen Aktienmärkte trotzen den herben Abgaben der Wall Street und legen vereinzelt sogar deutlich zu. Das gilt nach der Feiertagspause vor allem für die Börsen in Tokio und Shanghai, denen Händler Nachholpotenzial unterstellen. Die chinesischen Festlandsmärkte eröffnen erstmals nach den neuntägigen Neujahrsfeiertagen wieder und melden sich gestärkt zurück. Dabei stützt die Aussicht auf niedrigere US-Handelszölle gegenüber regionalen Volkswirtschaften, exportorientierte Sektoren in Japan, Südkorea und China legen daher zu.
Auffallend ist, dass die meisten Märkte im Verlauf tendenziell zulegen. Dies gilt auch für den Nikkei in Japan, der nach einem verhaltenen Beginn um 1,0 Prozent auf 57.386 Punkte steigt. Die Regierung Trump erwäge neue Zölle für ein halbes Dutzend Branchen, wie das WSJ berichtet. Japanische Aktien könnten profitieren, wenn politische Instabilität in den USA oder erhöhte geopolitische Risiken Kapitalflüsse aus den USA in andere Länder auslösten, urteilen die Citi-Analysten.
In China steigt der Shanghai Composite um 1,0 Prozent. Obwohl US-Präsident Donald Trump weitere Zölle unter einem anderen rechtlichen Rahmen ankündigte, waren diese nicht speziell gegen China gerichtet. Der HSI in Hongkong verliert dagegen nach den deutlichen Vortagesaufschlägen 2,1 Prozent. Hier schwappen die KI-Sorgen aus den USA vom Vorabend auf den Markt über. Der südkoreanische Kospi steigt erneut auf Rekordhoch und gewinnt 1,9 Prozent. Auch dieser Index baut die Gewinne im Verlauf kräftig aus - gestützt von Export- und Chipwerten. Samsung Electronics und SK Hynix legen um 3,5 und 5 Prozent zu - auch hier gibt es Rekordstände. Die KI-getriebene Nachfrage nach Halbleitern dürfte die Umsätze erheblich ankurbeln, heißt es. SK Hynix will die Produktion weiter hochfahren.