Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagStabilitätswächter nehmen Rohstoffmärkte ins Visier

20.04.2022, 14:44 Uhr

Die jüngsten Preisturbulenzen an den Rohstoffmärkten infolge des Krieges in der Ukraine rufen die globalen Stabilitätswächter auf den Plan. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) werde seine Überwachung der aktuellen Marktentwicklungen mit einem besonderen Fokus auf die Rohstoffmärkte sowie auf Sicherheitsvereinbarungen und die Verschuldung intensivieren, kündigt der FSB am Mittwoch an. Es gehe um die Widerstandsfähigkeit von kritischen Knotenpunkten im globalen Finanzsystem. Potenzielle Schwachstellen müssten analysiert werden. Der FSB überwacht im Auftrag der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) die Risiken für das weltweite Finanzsystem.

"Russlands Einmarsch in die Ukraine erzeugt Gegenwind für die globale Konjunkturerholung durch hochgradig schwankungsreiche Rohstoffpreise", hieß es in dem Brief des niederländischen Notenbankchefs Klaas Knot, der derzeit Vorsitzender des FSB ist. Dazu komme zusätzlicher Aufwärtsdruck für Inflation und Zinsen. Die Stabilitätswächter wiesen zudem darauf hin, dass der Krieg bestehende Bedenken hinsichtlich des Wachstums und der potenziell illegalen Nutzung von Krypto-Währungen verstärkt habe. Zusammen mit den internationalen Finanzgremien will der FSB die Arbeiten an einer Regulierung und Überwachung von Kryptowährungen vorantreiben.

Quelle: ntv.de