Der Börsen-TagSteigende Kosten und Lieferkettenprobleme bei Siemens-Hauptkonkurrenten
Brüchige Lieferketten und die Kostenexplosion vor allem bei Windkraftanlagen machen dem US-Mischkonzern General Electric (GE) zu schaffen. GE versuche seine Kunden vor diesen Herausforderungen zu bewahren, aber das gehe ins Geld, erklärte der Siemens-Rivale. Die Einbußen bei Windrädern, aber auch konventionellen Gas-Turbinen ließen sich durch das wieder boomende Flugzeuggeschäft aber nur zum Teil wettmachen. Vorstandschef Larry Culp sagte, GE sei auf dem Weg, das untere Ende seiner Gewinnprognosen in diesem Jahr zu erreichen. Nur beim operativen Mittelzufluss (Free Cash-flow) muss er Abstriche machen: Rund eine Milliarde Dollar werde sich "in die Zukunft verschieben", erklärte GE.
Bisher hatte GE für 2022 einen Free Cash-flow von 5,5 bis 6,5 Milliarden in Aussicht gestellt. Der bereinigte Gewinn je Aktie sollte 2,80 bis 3,50 Dollar erreichen. Nach sechs Monaten stehen 1,02 (0,35) Dollar je Aktie zu Buche, deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Das entspricht einem bereinigten Gewinn von 2,61 (1,71) Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal hat sich das bereinigte Ergebnis auf 1,66 (0,92) Milliarden Dollar fast verdoppelt, der Umsatz stieg bereinigt um zwei Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar.
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