Der Börsen-TagSteigt Carlyle bei Thyssens Marine-Tochter ein?
Der US-Investor Carlyle und die deutsche Staatsbank KfW haben Insidern zufolge ihre Bemühungen verstärkt, gemeinsam die Mehrheit an dem Rüstungsunternehmen Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zu übernehmen. Die drei Akteure führten Gespräche über ein Modell, nach dem Carlyle die Mehrheit erwerben würde, die KfW eine Sperrminorität und Thyssenkrupp eine Minderheitsbeteiligung, sagen mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Die KfW habe eine erste Prüfung abgeschlossen und gehe in einem zweiten Schritt jetzt in die Details. Die Thyssenkrupp-Tochter könne mit 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro bewertet werden.
Thyssenkrupp sucht seit Jahren eine Lösung für die Tochter, die unter anderem U-Boote und Fregatten herstellt. Überlegungen für einen Zusammenschluss mit der Bremer Lürssen-Werft oder Konkurrenten in Frankreich blieben ohne Ergebnis. TKMS mit Standorten unter anderem in Kiel, Hamburg und Bremen beschäftigt rund 7880 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 703 Millionen Euro.