Der Börsen-TagStrom- und Gasversorger drehen an der Preisschraube
Die Strom- und Gaskunden in Deutschland müssen sich angesichts der Ausschläge an den Großhandelsmärkten im Zuge des Ukraine-Kriegs auf weiter hohe Preise einstellen. Seit dem vergangenen Sommer hätten Gasgrundversorger in 1374 Fällen ihre Preise angehoben oder dies angekündigt, teilt das Vergleichsportal Check24 mit. Im Durchschnitt lägen die Aufschläge bei 56,5 Prozent. Betroffen seien gut 4,1 Millionen Haushalte. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 864 Euro pro Jahr. 455 Anbieter hätten die Preise ausschließlich für Neukunden im Schnitt um gut 127 Prozent angehoben.
Verbraucher hätten in diesem Winter eine bislang einzigartige Welle an Gaspreiserhöhungen erlebt, erklärte der Geschäftsführer Energie bei Check24, Steffen Suttner. "Zum Teil haben Versorger mehrfach Preise nach oben angepasst." Diese Aufschläge seien vor allem auf die stark gestiegenen Einkaufspreise zurückzuführen. "Durch den Russland-Ukraine-Krieg sind auch weitere Preissteigerungen möglich."