Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagStudie zu Autobranche: 140.000 Jobs weniger bis 2035

29.10.2024, 14:24 Uhr

In der deutschen Automobilindustrie könnten einer Studie zufolge bis Mitte des kommenden Jahrzehnts bei gleichbleibender Entwicklung 140.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Bereits zwischen 2019 und 2023 seien unter dem Strich 46.000 Jobs entfallen, heißt es in der Erhebung des Prognos-Instituts im Branchenverband VDA. Zugleich verweisen die Autoren darauf, dass mit Blick auf das tatsächliche Ausmaß hohe Unsicherheit bestehe. Klar sei, dass einzelne Berufe an Relevanz gewinnen und andere weniger wichtig würden. Insgesamt arbeiteten 2023 knapp 911.000 Menschen in der Branche.

"Der Wandel hin zur Elektromobilität wird zu Beschäftigungsverlusten führen", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Dies sei jedoch nicht zuallererst Ausdruck einer Krise, sondern Teil der Transformation, die maßgeblich durch die Elektrifizierung der Antriebe vorangetrieben wird. "Die Rahmenbedingungen können die Beschäftigungseffekte verstärken oder dämpfen." Konkret forderte Müller etwa wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie mehr Freihandelsabkommen.

Quelle: ntv.de