Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTech-Schwergewicht droht Arbeitskampf

30.04.2026, 08:40 Uhr

Negative Vorzeichen dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien. Auf der Stimmung lastet zum einen der weiter gestiegene Ölpreis. Zum anderen haben die am späten Mittwoch veröffentlichten Geschäftszahlen großer US-Technologieunternehmen, nahmentlich Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft, nicht in allen Punkten überzeugt. Die US-Notenbank ließ derweil ihren Leitzins wie weithin erwartet unverändert. Am Donnerstag stehen Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank auf der Agenda.

In Tokio fällt der Topix um 1,8 Prozent. In Seoul gibt der Kospi um 0,9 Prozent nach. An der Börse in Hongkong liegt der Hang-Seng-Index 1,2 Prozent im Minus. Besser hält sich die Börse in Shanghai, wo der Composite-Index gut behauptet tendiert, nachdem der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April besser als erwartet ausgefallen ist. Der Index sank zwar auf 50,3 Punkte von 50,4 im März, Volkswirte hatten aber einen Rückgang auf 50,1 erwartet.

Unter den Einzelwerten brechen in Tokio Fujitsu um fast 14 Prozent ein. Das Software- und IT-Unternehmen hatte mit seiner Umsatz- und Gewinnprognose die Erwartungen des Markts verfehlt. Der südkoreanische Chipkonzern Samsung Electronics hat dagegen den Gewinn im ersten Quartal fast versechsfacht dank einer hohen Nachfrage nach KI-Chips. Umsatz und Gewinn erreichten Rekordniveaus. Allerdings sieht sich das Unternehmen mit einem Tarifstreit konfrontiert. Die Gewerkschaften fordern, dass Samsung 15 Prozent seines operativen Jahresgewinns als Boni an die Mitarbeiter auszahlt. Andernfalls droht ein Streik vom 21. Mai bis zum 7. Juni. Die Aktie des Indexschwergewichts fällt um 1,6 Prozent.

Quelle: ntv.de