Der Börsen-TagTechnologie- und Immobilienwerte belasten Asien-Börsen
Eine mit Spannung erwartete Pressekonferenz zur Wohnungspolitik in China sorgt für Ernüchterung an den asiatischen Börsen. Der Shanghai Composite notiert nahezu unverändert bei 3199,59 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,1 Prozent auf 3827,22 Punkte. Investoren hatten auf umfassende Unterstützungsmaßnahmen für die angeschlagene Baubranche gesetzt. Der chinesische Minister für Wohnungsbau stellte zwar in Aussicht, den Zugang zu Finanzmitteln für Bauträger zu erleichtern, um Tausende unvollendete Projekte fertigzustellen. Es fehlten jedoch konkrete neue Maßnahmen, um die Märkte von einer deutlichen Belebung des Immobiliensektors zu überzeugen.
In Tokio gibt der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 38.944,93 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notiert nahezu unverändert bei 2690,16 Punkten. Technologiewerte geben den zweiten Tag in Folge nach und belasten den Nikkei. Auslöser war die Umsatzwarnung des niederländischen Chipausrüsters ASML vom Vortag, die den gesamten Sektor unter Druck brachte. Im Fokus der Anleger steht nun der Quartalsbericht von TSMC, dem weltweit führenden Hersteller von Hochleistungschips für KI-Anwendungen. Experten rechnen mit einem Gewinnsprung von 42 Prozent, doch ein enttäuschendes Ergebnis könnte weitere Verkäufe im Technologiesegment auslösen. "Es scheint, dass die heutigen Kursbewegungen hauptsächlich Positionsanpassungen in Erwartung dieser Ankündigung sind", sagt Maki Sawada von Nomura. Zu den größten Verlierern zählen der Chiphersteller Tokyo Electron mit einem Minus von drei Prozent und der Hersteller von Chip-Testgeräten Advantest, der um 2,6 Prozent nachgibt.