Der Börsen-TagTesla-Kritiker Einhorn: "Model-3-Nachfrage ist ausgereizt"

Der Schlagabtausch zwischen dem legendäre Fondsmanager David Einhorn und Tesla-Chef Elon Musk geht in eine nächste Runde.
Zuletzt hatte der große Tesla-Skeptiker Wellen mit der Prophezeiung geschlagen, dem Elektropionier stehe eine Pleite ähnlich wie Lehman Brothers bevor. Jetzt sagte Einhorn in einem Investoren-Call, Tesla habe im dritten Quartal "den Höhepunkt erreicht".
Er bezieht sich hierbei auf die künftige Nachfrage nach dem Model 3. "Wir glauben, dass die Kundennachfrage, die sich das teuerste Model 3 leisten können, ausgereizt ist", sagte Einhorn. Im dritten Quartal lag der durchschnittliche Verkaufspreis des Model 3 bei 60.000 Dollar. Musk plant längerfristig ein 35.000-Dollar-Model 3 auf den Markt zu bringen - was den Durchschnittspreis erheblich verringern wird.
Auch der Staat dürfte die Kauflaune ab 2019 eintrüben. Aktuell ist laut der Webseite InsideEVs jedes zweite E-Auto in den USA ein Tesla, was vor allem an den staatlichen Käufer-Zuschüssen von 7500 Dollar liegen dürfte. Doch diese laufen ab Juli 2019 schrittweise aus. Dann wird die Förderung nur noch 1875 Dollar betragen. Für Tesla wird die Geldquelle aus einem anderen Grund sogar als erstes versiegen. Der staatliche Zuschuss wird ab dem 200.000sten verkauften E-Auto eingestellt. Diese Zahl hat Tesla in diesem Jahr bereits erreicht.