Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagThyssenkrupp streicht 3000 Stellen

25.03.2020, 06:07 Uhr

Die Corona-Krise könnte, so wird befürchtet, die Massenarbeitslosigkeit zurückbringen. Aber dann sind ja auch noch die zahlreichen Unternehmenskrisen in der deutschen Industrie, die schon zuvor bestanden. Zum Beispiel die bei Thyssenkrupp:

Der schwer angeschlagene Konzern will sein Stahlgeschäft mit dem Abbau von 3000 Stellen sanieren. Dabei sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden, heißt es jetzt in Essen.

Der Konzern einigte sich mit der IG Metall zudem auf einen bis Ende März 2026 laufenden Tarifvertrag und ein Sofortpaket zur Corona-Krise, das unter anderem die Aufstockung das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufzustocken, falls dieser Schritt notwendig ist. Zudem soll eine tariflich vereinbarte Sonderzahlung in freie Tage umgewandelt werden.

"Wir haben Probleme zu lange aufgeschoben und harte Entscheidungen gescheut", sagte Thyssenkrupp-Vorstand Klaus Keysberg. Der Stellenabbau gebe dem Konzern Spielraum, damit der Stahl langfristig wettbewerbsfähig bleiben kann. Das Ergebnis des Segments soll sich signifikant und nachhaltig verbessern.