Der Börsen-TagThyssenkrupp will "grünen Stahl" herstellen
Betreten von Neuland: Der österreichische Technologiekonzern Voestalpine und der deutsche Stahlhersteller Thyssenkrupp wollen die Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff sauberer machen. Der größte deutsche Stahlhersteller hat in seinem Duisburger Werk einen Versuch gestartet, in einem Hochofen Kohlenstaub teilweise durch Wasserstoff zu ersetzen. "Wir leisten hier Pionierarbeit", sagte Thyssenkrupp-Stahlchef Premal Desai. Als erstes Unternehmen weltweit blase Thyssenkrupp Wasserstoff statt Kohle in einen laufenden Hochofen. Am Ende des Umbaus der Produktion werde "grüner Stahl stehen".
Voestalpine nahm eine Pilotanlage zur weniger umweltschädlichen Stahlproduktion in Betrieb. Es handle sich bei dem 18-Millionen-Projekt um die weltweit größte Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage zur CO2-freien Stahlerzeugung, teilte das Unternehmen mit.