Der Börsen-TagTokioter Börse nach Notenbank-Ausblick im Aufwind
Die asiatischen Aktien können sich auf keine gemeinsame Richtung einigen. Die Anleger in Japan wurden von der Zuversicht getragen, dass die Zentralbanken in der Region ihre Zinserhöhungszyklen unabhängig von den Maßnahmen der US-Notenbank Fed weiter aussetzen oder beenden werden. Der neue Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, sagte in seiner Antrittsrede, dass es angemessen sei, die ultralockere Geldpolitik vorerst beizubehalten. Die asiatischen Volkswirtschaften seien bei Zinserhöhungen vorsichtiger, da ihre Entschlossenheit, das Wachstum zu erhalten, Sorgen um die Eindämmung der Inflation überwiege, die in den USA und Europa ein größeres Problem darstellten, sagte Gary Ng von der Natixis Corporate and Investment Bank.
Der Nikkei liegt im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 28.014 Punkten. Der Topix steigt 0,9 Prozent auf 1993 Zähler. "Halbleiter- und High-Tech-Werte treiben den Nikkei nach oben", sagte Kazuo Kamitani von Nomura. "Auch die Erwartung, dass die Bank of Japan die Änderung ihrer Geldpolitik hinauszögern wird, scheint sich auszuwirken." Die Ankündigung einer Anteilsaufstockung durch die Beteiligungsfirma des Börsengurus Warren Buffett in Japan trieb die Kurse weiter nach oben.
Der Shanghai Composite notiert 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,3 Prozent. Gewinner an den Märkten in China waren allerdings KI-Unternehmen: Die Aktien des chinesischen SenseTime stiegen einen Tag nach der Vorstellung einer Reihe neuer KI-gestützter Produkte um bis zu 11 Prozent. Auch Alibaba punktete mit KI-Technologie: Der chinesische Amazon-Rivale stellte am Dienstag Tongyi Qianwen vor, ein Großsprachenmodell ähnlich dem GPT, das in naher Zukunft in alle Geschäftsanwendungen des Unternehmens integriert werden soll. Die Alibaba-Papiere stiegen um 3,8 Prozent.