Der Börsen-TagToyota-Tochter kauft sich frei
Die Toyota-Tochter Hino Motors hat sich mit den US-Behörden im Prozess um manipulierte Diesel-Abgaswerte auf einen Vergleich in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar geeinigt. Der japanische Lkw- und Motorenhersteller habe sich schuldig bekannt, bei mehr als 105.000 Dieselmotoren in den USA falsche Abgaswerte angegeben zu haben, teilen das Unternehmen und die US-Regierung mit. "Dieser Vergleich ist ein wichtiger Meilenstein bei der Lösung von Altlasten, an denen wir hart gearbeitet haben, um sicherzustellen, dass sie nicht länger Teil des Geschäfts oder der Kultur von Hino sind", sagt Hino-Chef Satoshi Ogiso.
Die Vereinbarung umfasst eine Strafzahlung von 521,76 Millionen Dollar, 442,5 Millionen Dollar an zivilrechtlichen Strafzahlungen an US-Behörden und 236,5 Millionen Dollar an den Staat Kalifornien. Zudem ist ein Programm im Wert von 155 Millionen Dollar vorgesehen, um die durch die Verstöße verursachten zusätzlichen Luftemissionen durch den Austausch von Schiffs- und Lokomotivmotoren zu kompensieren, sowie ein Rückrufprogramm im Wert von 144,2 Millionen Dollar, um Motoren in schweren Lastkraftwagen aus den Jahren 2017 bis 2019 zu reparieren. "Hino hat jahrelang Daten gefälscht, um Vorschriften zu umgehen", sagt Todd Kim vom US-Justizministerium. "Die Handlungen des Unternehmens haben zu riesigen Mengen zusätzlicher Luftverschmutzung geführt." Außerdem muss Hino eine fünfjährige Bewährungsstrafe ableisten, während der das Unternehmen keine Dieselmotoren aus eigener Produktion in die USA importieren darf.