Der Börsen-TagTransocean kauft Bohrinsel-Betreiber

Das auf Tiefseebohrungen spezialisierte Unternehmen Transocean übernimmt den norwegischen Wettbewerber Songa Offshore. Das norwegische Unternehmen betreibt sieben Bohrplattformen und verfügt über diverse langfristige Verträge mit Statoil, dem staatlichen norwegischen Erdgas- und Erdölkonzern.
Das in der Schweizer Steueroase Zug ansässige Unternehmen Transocean bietet 47,50 norwegische Kronen je Aktie für Songa.
Die Songa-Aktie schnellt am Morgen um 33 Prozent in die Höhe auf 45,40 Kronen.
Die Transocean-Aktie legt 0,5 Prozent zu.
Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Transocean vor allem durch eine Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko: Im April 2010 explodierte dort die von Transocean betriebene Plattform "Deepwater Horizon".
Branchenkenner werten den Zukauf als Symptom für die allgemeine Lage im Rohölsektor. Die Offshore-Branche steckt demnach seit Jahren in einer Krise. So habe die Aktie von Songa in den vergangenen fünf Jahren rund 95 Prozent an Wert eingebüßt, heißt es. Das Kursminus bei Transocean beläuft sich demnach allein in diesem Jahr auf gut 43 Prozent.