Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTrump gibt sich im Handelsstreit gelassen

13.09.2018, 16:56 Uhr
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Kümmert sich persönlich um kritische Berichterstattung: US-Präsident Donald Trump. (Foto: imago/UPI Photo)

Steuern die USA im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit auf eine gütliche Einigung zu? Die jüngsten Wortmeldungen des US-Präsidenten legen eher ein hemdsärmliges Pokerspiel nahe.

  • "Wir stehen unter keinem Druck, einen Deal mit China zu machen. Sie stehen unter Druck, einen Deal mit uns zu machen", schrieb Donald Trump auf Twitter, wobei er sich auf kritische Stimmen im "Wall Street Journal" bezog.

  • Die USA würden bald "Milliarden an Zöllen" einnehmen und Waren zu Hause herstellen, versprach er, ohne näher ins Detail zu gehen.

  • Ob es - wie an den Märkten erhofft - tatsächlich zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt, ist demnach noch offen. "Wenn wir uns treffen, treffen wir uns?", fügte Trump in seinem Tweet etwas kryptisch hinzu.

In dem seit Monaten anhaltenden Konflikt gab es zuletzt Signale der Annäherung. Die Regierung in Washington sprach eine Einladung zu neuen Gesprächen aus. Zeit und Ort blieben allerdings unklar.

Die chinesische Regierung begrüßte die US-Initiative, die auch an den Finanzmärkten für steigende Kurse sorgte. Zuletzt hatten sich die beiden größten Wirtschaftsmächte am 22. und 23. August getroffen.

Der Zollstreit gilt als eines der Hauptrisiken für die Weltwirtschaft.