Der Börsen-TagTrump wird Börsen weiter in Atem halten
Gewinnmitnahmen und Sorgen über die US-Handelspolitik haben die Börsen in Europa am Freitag unter Druck gesetzt. Der Dax unterbrach seinen Rekordlauf und verlor 1,8 Prozent auf 23.008 Punkte. Der EuroStoxx50 gab rund ein Prozent nach. Für Verunsicherung sorgten vor allem die abrupten Richtungswechsel in der US-Zollpolitik.
Auch in der neuen Börsenwoche blicken Anleger vor allem auf Nachrichten über die neuen US-Zölle. "Die Anleger werden in diesen Tagen einfach nicht schlau aus der Handelspolitik eines US-Präsidenten Donald Trump", sagt Stratege Jürgen Molnar vom Broker CMC Markets. "Die Börse könnte wie so oft irgendwie mit allem leben, aber nicht mit der ständigen Unsicherheit, welcher Richtungswechsel als nächstes aus dem Weißen Haus verkündet wird."
Was liegt heute an? Die deutschen Unternehmen dürften die Produktion zu Jahresbeginn hochgefahren haben. Experten erwarten für Januar ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Rückgang um 2,4 Prozent im Dezember. Die Produktion war damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als viereinhalb Jahren abgerutscht.
Die deutschen Exporte haben zu Jahresbeginn voraussichtlich weiter zugelegt. Fachleute rechnen für Januar mit einem Anstieg von 0,8 Prozent zum Vormonat. Damit würde sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen. Im Dezember hatten die Ausfuhren überraschend zugelegt: Sie wuchsen um 2,9 Prozent - auch getrieben durch die Nachfrage nach Waren "Made in Germany" aus Ländern der Europäischen Union.
Und nach Börsenschluss kommt dann Oracle mit Unternehmenszahlen. Wie bei anderen Cloud-Anbietern erhoffen sich Börsianer von den Daten des SAP-Rivalen eine Antwort auf die Frage, ob sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren auszahlen. Im vorangegangenen Quartal hatte Oracle mit seinen Ergebnissen die Erwartungen verfehlt.
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