Der Börsen-TagTrump zieht die Reißleine
Dem mehr als dreiprozentigen Plus aus der Vorwoche hat der Dax zum Start gestern keine weiteren Aufschläge folgen lassen. Zu viele Unsicherheiten seien am Markt, hieß es dazu von Börsianern. Der deutsche Börsenleitindex gab 0,3 Prozent ab, schloss mit 24.081 Punkten aber noch über der 24.000er-Marke.
Die Wall Street beendete das gestrige Geschäft schwächer. Der Zollstreit der USA mit China spielte eine eher untergeordnete Rolle: Wie erwartet verlängerte US-Präsident Donald Trump die Frist für eine Einigung um weitere 90 Tage.
Heute richtet sich das Augenmerk der Anleger auf die US-Inflation: Dabei dürften die Verbraucherpreise in den USA im Juli etwas schneller gestiegen sein. Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 2,8 Prozent. Im Juni lag sie noch bei 2,7 Prozent. Experten zufolge dürfte die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump früher oder später zu steigenden Preisen führen.
Zuvor dürften hierzulande Börsianer die Konjunkturaussichten für Deutschland nach dem US-Zolldeal mit der Europäischen Union pessimistischer einschätzen. Das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Barometer für die Konjunkturerwartungen dürfte im August auf 40,0 Punkte fallen, von 52,7 Punkten im Juni. Nach zwei Rezessionsjahren in Folge rechnen Ökonomen für 2025 bestenfalls mit einem Mini-Wachstum.