Der Börsen-TagTürkische Lira fällt auf Rekordtief
Die Angst vor einem globalen Handelskonflitk wirbelt auch den Devisenmarkt durcheinander. Euro / Dollar
Der Euro profitiert dabei von einer breit angelegten Schwäche des US-Dollar. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,2350 Dollar und damit etwa einen halben Cent mehr als im asiatischen Handel.
Belastet wurde der Dollar außer durch den Zollkonflikt durch einen neuerlichen Rauswurf in der US-Regierung. Der als gemäßigt geltende Sicherheitsberater H.R. McMaster soll durch John Bolton ersetzt werden. Bolton gilt als Hardliner, der etwa im Atomabkommen mit dem Iran und in der Nordkorea-Frage scharfe Positionen vertritt.
Von der aufkommenden Unsicherheit an den Finanzmärkten profitierte der japanische Yen. Im Gegenzug mussten für einen Dollar erstmals seit Ende 2016 weniger als 105 Yen gezahlt werden.
Im freien Fall befindet sich dagegen die türkische Lira. Sie fiel in der Nacht auf ein neues Allzeittief zum Euro bei 0,2017 Euro. Beobachter machen für den tiefen Fall vor allem die allgemeine Risikoaversion der Anleger angesichts der jüngsten Turbulenzen in der Weltwirtschaft verantwortlich.