Der Börsen-TagUS-Arbeitsmarkt bleibt in "No Hire - No Fire"-Modus
LBBW-Volkswirt Dirk Chlench verweist darauf, dass nach den soeben veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen die US-Privatwirtschaft in den zurückliegenden drei Monaten gerade einmal 29.000 neue Stellen pro Monat geschaffen habe. "Der US-Arbeitsmarkt verharrt damit weiter im "No Hire - No Fire"-Modus", schreibt er in einem Kommentar. Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig ausgefallen sei, dürfte die US-Notenbank im laufenden Jahr ihren Zinssenkungskurs fortsetzen.
"Es ist nicht ganz klar, wie gut oder schlecht die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt tatsächlich ist", sagte Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe: "Von Sondereffekten noch verzerrt, braucht es Zeit, bis sich ein klarer Trend herauskristallisiert. Sicherlich hat der Arbeitsmarkt seine besten Zeiten gesehen. Unternehmen bleiben bei Neueinstellungen zurückhaltend. Durch die stark eingeschränkte Zuwanderungspolitik fehlt es zudem an Arbeitskräften. Innerhalb der Fed dürfte weiter intensiv diskutiert werden, inwieweit ihr Beschäftigungsmandat akut bedroht ist. Ein dringender Handlungsbedarf zu raschen und kräftigen Leitzinssenkungen besteht nicht."