Der Börsen-TagUS-Börsen trudeln abwärts
Nach einem unveränderten Start, gehen den New Yorker Börsen die Luft aus. Der Dow-Jones-Index verliert 0,7 Prozent, der S&P 500 und der Nasdaq Composite 0,2 Prozent. Zum Wochenausklang richten sich die Blicke der Wall Street auf das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine gesprochen werden soll.
Allerdings sitzen weder die Ukraine noch die europäischen Staaten mit am Tisch. Trump schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns der Gespräche auf 25 Prozent. Bei einem positiven Verlauf hat Trump ein zweites Treffen unter Beteiligung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ins Spiel gebracht.
Die US-Konjunkturdaten des Tages haben wenig Einfluss. Die Einzelhandelsumsätze erhöhten sich im Juli wie erwartet um 0,5 Prozent - allerdings auf nach oben revidierter Vormonatsbasis. Der Empire State Index für den August legte dagegen deutlicher zu als prognostiziert. Die US-Importpreise sind im Juli entgegen den Erwartungen gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten auf Monatssicht unveränderte Importpreise prognostiziert.
Die Aktien von Applied Materials brechen um über 11,0 Prozent ein. Der US-Chipausrüster prognostiziert für das laufende vierte Geschäftsquartal einen Rückgang von Gewinn und Umsatz aufgrund von Herausforderungen in China und schwankender Nachfrage seitens anderer Kunden. Dies sagte der CFO des Konzerns, Brice Hill, in einem Interview.
Intel gewinnen 4,0 Prozent. Intel und die Trump-Administration erörtern nach Angaben informierter Kreise die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung der US-Regierung an dem angeschlagenen Chiphersteller. Ein solcher Schritt würde Trumps "America first"-Agenda voranbringen und gleichzeitig den politischen Druck auf Intel-Chef Lip-Bu Tan verringern.