Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Börsen zeigen vorbörslich nach oben: Händler rätseln, warum?

24.04.2020, 12:52 Uhr

Extrem schwache Wirtschaftsdaten in Europa und eine herbe Enttäuschung bei einem Medikamentenhoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19 bringen Anleger an der Wall Street am Freitag nicht aus der Ruhe. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt.

Hiobsbotschaften gibt es dabei reichlich: In Deutschland brach der Ifo-Geschäftsklimaindex auf das niedrigste Niveau seit 2005 - dem Start für den wichtigen Frühindikator - ein. In den USA ist die Lage nach den jüngsten Daten und der dramatisch steigenden Arbeitslosigkeit kaum besser. Die Corona-Pandemie halte die Weltwirtschaft im Würgegriff, heißt es im Handel.

Darüber hinaus müssen Anleger noch etwas verdauen, denn auch bei der Suche nach einem Mittel gegen das neuartige Coronavirus gibt es einen Nackenschlag: Der Wirkstoff Remdesivir ist Berichten zufolge bei einer klinischen Studie als Mittel gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 durchgefallen.

DAXHändler tun sich angesichts der Nachrichtenlage schwer, die möglichen Aufschläge an der Wall Street zu klären. "Der Markt hat sich die Frage gestellt, wie viel dauerhafter Schaden durch das Virus entstehen kann. Und die jüngste Daten sagen uns, dass sich der US-Arbeitsmarkt in einem Blutbad befindet", sagt Volkswirt Govinda Finn von Aberdeen Standard Investments. Ein Dreh in die Verlustzone noch vor Handelsbeginn oder im -verlauf ist laut Händlern daher nicht unwahrscheinlich.

Europas Börsen erholen sich bis mittags deutlich von den Tagestiefs - und dies trotz eines Absturzes des Ifo-Geschäftsklimaindex im April.

Quelle: ntv.de