Der Börsen-TagUS-Geldpolitik bestimmt Dax-Geschehen
Wenige Stunden vor der allgemein erwarteten US-Zinssenkung wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er unter anderem wegen enttäuschender Firmenbilanzen 2,2 Prozent im Minus bei 12.147,24 Punkten geschlossen. An der Börse gilt als sicher, dass die Fed den Schlüsselsatz um einen Viertel Prozentpunkt herabsetzt. Obwohl die US-Konjunktur recht gut laufe, rechne er bis zum Jahresende mit zwei weiteren Schritten, sagte John Vail, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Nikko. "Die Geldpolitik stützt sich derzeit weniger auf Daten, sondern lässt sich vielmehr durch den Wettbewerb im Wirtschaftsgeschehen und auf den Währungsmärkten beeinflussen."
Mit Spannung warten Investoren zudem auf die Beschäftigungszahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Von ihnen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf die weitere US-Geldpolitik. Hinweise auf die mögliche Zinssenkungen und Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) versprechen sich Börsianer von den europäischen Inflationsdaten. Darüber hinaus öffnen erneut zahlreiche Firmen aus dem In- und Ausland ihre Bücher, darunter der Siemens-Rivale General Electric (GE).