Der Börsen-TagUS-Jobwachstum im März deutlich stärker als erwartet
Das US-Jobwachstum hat im März die Erwartungen deutlich übertroffen. Allerdings wurden die Zahlen für die beiden Vormonate nach unten revidiert. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat im März 228.000 zusätzliche Stellen. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 140.000 erwartet. Die Angaben für Februar und Januar wurden kumuliert um 48.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für Februar nun ein Stellenplus von 117.000 (vorläufig: 151.000) und für Januar von 111.000 (vorläufig: 125.000). Die separat erhobene Arbeitslosenquote stieg im März unterdessen auf 4,2 von 4,1 Prozent, während Ökonomen eine stabile Quote von 4,1 Prozent erwartet hatten.
Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent auf 36,00 Dollar. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 3,8 (4,0) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,9 Prozent erwartet.
"Der US-Arbeitsmarkt überrascht mal wieder, aber die goldenen Zeiten dürften zu Ende gehen. Ein langsamerer Beschäftigungsaufbau und Stellenstreichungen rücken auf die Agenda", sagte Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe: "Trumps Politikkurs verunsichert die Unternehmen zusehends. Geht die Planungssicherheit flöten, läuft es auch bei den Neueinstellungen schlechter. Der Zollhammer trifft auch die US-Wirtschaft selbst. Es drohen vorübergehende Preissteigerungen und Nachfrageausfälle. Unternehmen dürften über Kapazitäts- und Produktionskürzungen nachdenken. Das wird am Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen."